oder eigentlich ja nicht, sonst würd ich hier nicht schreiben.
Aber mir fehlen die passenden Worte, um zu beschreiben, wie absolut unglaublich endlos wundervoll schön Leben JETZT und HIER ist.
Und- so unendlich leicht.
Mit all der Schwere, die darin liegt.

Hinter mir liegen Monate, Jahre, Jahrzehnte des Kämpfens.
Ich war so müde.
Vom vielen kämpfen und versuchen.
Es war so normal für mich, dass ich es nicht einmal gemerkt hab.
Weil ich so aufgewachsen bin.
Viele, viele Themen hab ich im Laufe meines Lebens gründlich erforscht, in mir.
Und das, was für mich gilt, gilt auch für jeden anderen.
Es war immer oberste Priorität in meinem Leben, nicht einmal bewusst, es war einfach so:
Erkenne dich selbst.
Aber manche Dinge sind so tief in uns verwurzelt, sind so normal für uns, obwohl soweit entfernt von der Norm unseres Wesens, dass wir eine lange Weile brauchen, bis wir diese Brille, durch die wir auf die Welt blicken, schließlich abnehmen können.

Ich bin dabei nie Gefahr gelaufen, mich irgendwo ernstlich zu verzetteln oder zu verirren- einem „falschen“ Guru hinterherzulaufen, mich mit Substanzen zu betäuben, um mein „Bewusstsein zu erweitern“ oder irgendwelchen Ideologien oder Konzepten anzuhängen.
Dafür war meine Verbindung zu Gott immer viel zu stark und damit einhergehend ein untrügliches Gespür für das, was sich wahrhaftig und richtig anfühlt. Und diese Wahrhaftigkeit kam immer und ausnahmslos aus mir selbst.
Weswegen ich weiß, dass sie auch in dir ist.
Aber ich bin hunderte, tausende Male in allen möglichen weltlichen Dingen glorreich gescheitert, habe Monate und Jahre damit verbracht, in die Abgründe in mir zu starren und mich zu fragen, wann ich wohl was anderes sehen werde außer Schwärze.

Und um jenen Teil in mir, der so klein und allein völlig erschöpft ums überleben kämpft, überhaupt richtig wahrzunehmen, musste ich offensichtlich diese Erfahrung bis zum letzten auskosten.
Mich insgeheim zutiefst verzweifelt an die richtigen falschen Menschen binden, im sicheren Wissen, dass ich auch dort nicht finden würde, was ich suchte, auch wenn ich gar nicht genau wusste, was das war.
Was ich aber wusste, war, dass ich enttäuscht werden würde.
Und dass das gut so war.
Auch wenn es sich beschissen anfühlte.
Worte sind belanglos für mich, solange ich es nicht selbst erlebe.
Und auch wenn ich spüre, dass Wahrheit gesprochen wird- ich muss sie am eigenen Leibe erfahren.
Erst dann ist es Wahrheit für MICH.
Ich bin zeitlebens Beziehungen eingegangen, von denen ich schon im vornherein wusste, dass es mit Schmerz und Weh enden wird, weil der Teil in mir, der groß ist, für die meisten zu groß ist, und der Teil in mir, der klein ist, für die meisten zu klein ist und obendrein nicht in ihre Verantwortlichkeit fällt.
Das war (m)ein Dilemma.
Egos fühlen sich von Größe immer bedroht und reagieren darauf mit kleinmachen.
Und wer klein ist, wird solange be-und ausgenutzt, bis er seine Größe (wieder)findet.
So ist der Lauf der Dinge und man kann sich deswegen (weiterhin) als Opfer der Umstände sehen oder die Umstände opfern.
Und die Umstände opfert man, so paradox es klingt, durch Akzeptanz.
Wenn Widerstand wegfällt, kann Neues entstehen.
Wenn der Wunsch, frei zu sein größer wird als der Drang nach Vermeidung von Schmerz, stellt sich Klarheit ein.
Erfahrungen wollen einfach gemacht werden und wenn wir aufhören, besserwisserisch darüber zu urteilen, wie es unser unmaßgeblichen Meinung nach „eigentlich“ sein sollte oder hätte sein sollen, führen sie uns unfehlbar genau dahin, wo’s (noch) wehtut.
Denn genau das ist ihr Zweck.

Liebe die „falsche“ Person, vertraue in jemandes Worte, aber nicht auf dein Gefühl, mach es, obwohl du spürst, dass du es aus den falschen Gründen machst.
Alles das gehört zum Leben dazu und es sind unendlich wichtige Erfahrungen, die wir erleben müssen, um fühlen zu können, was WIRKLICH wahrhaftig ist.
Um Klarheit zu finden.
Ich bin sooft sehenden Auges ins Messer gerannt, nicht weil ich das Messer nicht gesehen hätte.
Sondern weil jener Teil in mir, der so verzweifelt behütet und genährt werden wollte und dabei so klein und voller Angst war, so viel mächtiger als mein Wissen war.
Und das ist die Sache mit dem „Wissen“: es ist keines, bevor du es nicht tatsächlich erlebt hast.
Und zwar zu Ende.
Die ganzen wohlklingenden Spiri Weisheiten, die du überall lesen kannst von achso schlauen Coaches, Heilern und zig selbsternannten Gurus helfen dir exakt -null, ganz egal wie wahr es ist.
Und meistens ist es nichtmal das.
99% von allem, was du hier und da so liest, ist vollkommen unmaßgeblich für dich, dein Leben oder generell.
Und meistens lediglich dummes Pseudo-Spiri-Gewäsch und Mindfuck von Menschen, die nichtmal annähernd erfahren und durchlebt haben, worüber sie schreiben, weil absolut jedes Ego davor die Hosen gestrichen voll hat und das zu Recht.
Und die 1%, deren Worte dich an Gott und die Schönheit in dir erinnern und an Wesen-tliches, nämlich dein Wesen, erinnern dich an etwas, was du tief drinnen schon immer wußtest, aber (grade) vergessen hast.
Und trotzdem bleibt es Verstandes- Wissen, bis DU es in DIR gefunden hast.
Weil Wahrheit erst dann Wahrheit ist, wenn sie persönlich erlebt wurde.
Von dir.
Und nicht von jemand anderem.
Du kannst darüber lesen, brav und geflissentlich deine „Tools“ und „Codes“ und Übungen anwenden und alles zustimmend abnicken: Ja, ist so. Stimmt voll! Genau!

Aber dem Teil in dir, den du vermeidest, den du mit all diesem Gedöns, Denken, Meditieren und Kontemplieren heilen, transformieren und gradebiegen willst, dem Schmerz deines Lebens, vor dem du davonläufst, durch stetiges konsumieren von was auch immer – Essen, Sport, Kaufen, immer noch mehr Kohle machen, Arbeit, Se*/P*nos, das nächste „Bewusstseins“-Seminar und die nächste Session xy- dem ist das alles scheissegal.
Glaub mir- dieser Teil würde dir deine Lichtcodes und Frikwenzies am liebsten in deinen spirituhellen A…. schieben.
Denn nach der x.ten „Beziehung“, in der du dich noch immer nicht auf dich beziehst, sondern auf den anderen -einfach weil du gar nicht weißt, wie das geht – nach dem 100.sten „gebrochenen Herzen“ -auch wenn Herzen gar nicht brechen können, sondern schlicht und einfach lieben und es immer nur das Ego ist, das Stück für Stück zerbricht, um genau dafür Platz zu machen- kapierst du nämlich irgendwann wirklich, dass es bei all dem „Herzeleid“ und überhaupt allen schmerzhaften Erfahrungen immer nur um eines ging und immer gehen wird:
Dass du dich selbst sehen mögest.
Dass du nicht anders konntest.
Dass du diese Erfahrungen machen musstest, weil du nicht wusstest.
Dass alles irgendwie doch immer ganz und gar richtig und so wichtig war.
Auch wenn manches vielleicht trotzdem für immer unerträglich, unerklärlich und untragbar bleiben wird.

Aber was ich hinter und unter all diesen Erfahrungen und monate- oder gar jahrelangen Zeiten der Unklarheit, des Kämpfens, der völligen Antriebslosigkeit und tiefen Einsamkeit gefunden habe, nebst einem bedingungslosen inneren Frieden und einer völlig grundlosen, übersprudelnden Freude am Dasein, die trotz allem immer auch da sind, war zutiefst berührende Unschuld.
Nichts hat mich je mehr im Herzen getroffen.
Denn das ist, wie Gott uns sieht.
Und wie wir wirklich sind.
Vollkommen unschuldig.
Rein.
Wunderschön und strahlend.
Und so voller Liebe, dass sie jegliche Furcht zärtlich umarmt.
Unter all diesen Schichten von Scham, Schuld, Schmerz und Angst.
Und genau daran mag ich dich heute erinnern.
Und wenn mir das nur ein wenig gelungen ist, dann ist das Hier und Jetzt noch wunderbarer als es sowieso schon ist.

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